Wie vielfältig und innovativ die Landwirtschaft in Schleswig-Holstein ist, zeigte der Auftakt der Sommertour von Landwirtschaftsministerin Cornelia Schmachtenberg. Zwei EIP-Innovationsprojekte standen dabei im Mittelpunkt: „Green Care“ auf dem Hof Koxbüll in Süderhackstedt und „Nützlingszelte“ auf dem Hof Rabberg in Rügge.
Auf dem Hof Koxbüll erläuterte Landwirtin Anne Wienke bei einem Betriebsrundgang, wie im Rahmen von „Green Care“ soziale und pädagogische Angebote mit der Landwirtschaft verbunden werden. Das Projekt beleuchtet, wie landwirtschaftliche Betriebe neue Betriebszweige entwickeln und zugleich einen Beitrag zur Daseinsvorsorge im ländlichen Raum leisten können. Die Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein ist Lead-Partner des EIP-Projektes und setzt es gemeinsam mit zehn landwirtschaftlichen Betrieben, dem Maschinenring Mittelholstein und der wissenschaftlichen Begleitung durch die Universität Kassel um. LKSH-Präsidentin Ute Volquardsen betonte: „Die hohe Nachfrage zeigt: Green Care ist ein Zukunftsthema. Jetzt gilt es, die aufgebauten Netzwerke und Beratungsstrukturen über die Projektlaufzeit hinaus nachhaltig zu sichern.“ Mehr Informationen zum Projekt gibt es hier EIP-Agrar | GreenCare.
Beim zweiten Termin auf dem Hof Rabberg in Rügge stand der biologische Pflanzenschutz im Mittelpunkt. Projektkoordinatorin Dr. Petra Christiansen-Weniger gab Einblicke in die Entstehung und Umsetzung des Projektes „Nützlingszelte“ und stellte erste Ergebnisse aus den beiden Versuchsjahren vor. Ziel ist es, mit speziell entwickelten Zelten Nützlingen wie Schwebfliegen, Marienkäfern oder Blattlausschlupfwespen einen früheren Start in die Saison zu ermöglichen und so den Blattlausdruck im Gemüsebau auf natürliche Weise zu reduzieren. Alke Thiessen und Markus Knorr vom Hof Rabberg stellten ergänzend ihren Betrieb vor und erläuterten den Versuchsaufbau sowie die laufenden Versuche auf den Flächen. Weiterführende Informationen zum Projekt gibt es hier EIP-Agrar | Nützlingszelte.
Beide Projekte stehen beispielhaft für die Stärke von EIP: Innovative Lösungen entstehen gemeinsam mit der Praxis, werden unter realen Bedingungen erprobt und auf ihre Praxistauglichkeit geprüft. Ob soziale Landwirtschaft oder biologischer Pflanzenschutz: die Projekte machen deutlich, wie vielfältig die Landwirtschaft in Schleswig-Holstein auf die Herausforderungen von morgen reagiert.

